Kenntnisse der Werkstofftechnik im automobilen Kontext

Ziel

Ziele des Seminars
Brüche, Risse,Korrosion und andere strukturelle Versagensformen an Fahrwerkskomponenten, Aufbauten, Rahmenkonstruktionen, Rädern oder Verbindungselementen lassen sich immer wieder auf werkstofftechnische Ursachen zurückführen.
In diesem Seminar erwerben Prüfingenieure und Kfz-Sachverständige fundierte Kenntnisse der Werkstofftechnik, um die komplexen Zusammenhänge zwischen Werkstoffbeanspruchung, Fertigungsprozessen und möglichem Materialversagen besser zu verstehen.
Ziel ist es, den Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis für die Auswahl, Prüfung und Bewertung von Werkstoffen im automobilen Kontext zu vermitteln. Den Teilnehmern soll u.a. eine Entscheidungshilfe an die Hand gegeben werden, ob eine materialkundliche Prüfung selbst durchgeführt werden kann oder ob tiefergehende Untersuchungen angeraten sind. Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden typische Schadensszenarien analysiert und diskutiert.

Inhalt

+ Fallbeispiele aus unterschiedlichen Bereichen des Fahrzeugs
Anhand der Beispiele werden
+ Materialwissenschaftliche Begrifflichkeiten erläutert
+ Methoden des materialkundlichen Labors mobilen Untersuchungsmethoden die von Prüfingenieuren und Sachverständigen durchgeführt werden können gegenübergestellt
+ Möglichkeiten und Grenzen der Untersuchungsmethoden aufgezeigt
+ Herstellungs- und Handhabungsfehler dargelegt
+ Mögliche Materialfehler und deren Herkunft aus dem Herstellungsprozess beleuchtet

Folgende Herstellprozesse werden dabei in komprimierter Form adressiert:
+ Primärmetallurgie Stahl und Aluminiumlegierungen
+ Umformverfahren
+ Wärmebehandlung
+ Randschichtbehandlungsverfahren

Kommentar

Es werden im Rahmen des Seminars Workshops an mobilen Geräten durchgeführt. Diese Untersuchungen können nach entsprechender Einarbeitung auch durch den Sachverständigen selbst durchgeführt werden, um gegebenenfalls einen Hinweis auf Material- oder Herstellungsfehler zu erhalten.

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Dozent(en)

  • Prof. Dr. Peter Krug